Was ich an Graubünden besonders liebe: Italien ist nie weit. Ein Pass, ein paar Kehren, und plötzlich ändern sich Licht, Sprache und Speisekarte. Hier sind drei Wege in den Süden, auf denen schon die Reise ein Genuss ist.
1. Mit dem Bernina Express nach Tirano
Die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn gehört zum UNESCO-Welterbe – und das zu Recht. Über Viadukte, vorbei an Gletschern und über den Berninapass führt die Strecke bis ins italienische Tirano. Wer mag, steigt um und fährt weiter ins Veltlin, die Heimat der Pizzoccheri.
Mein Tipp: Nicht durchfahren, sondern unterwegs aussteigen. Ein Halt im Puschlav lohnt sich.
2. Über den Malojapass ins Bergell und nach Chiavenna
Vom Engadin geht es über den Malojapass hinunter ins Bergell, eines der stillsten und schönsten Täler Graubündens. Kastanienwälder, Steindörfer und bald die Grenze. Kurz danach wartet Chiavenna mit seinen Crotti – Grotten-Kellern, in denen traditionell Wein, Käse und Salumi kühl gelagert werden.
Mein Tipp: Im Herbst, wenn im Bergell die Kastanien reif sind.
3. Über den Julierpass und weiter an den Comersee
Der Julierpass verbindet Mittelbünden mit dem Engadin und ist seit der Römerzeit ein wichtiger Übergang. Wer weiter Richtung Süden fährt, erreicht über Maloja und Chiavenna in rund zwei Stunden das Nordufer des Comersees.
Mein Tipp: Unterwegs nicht hetzen – ein Espresso auf einer Piazza gehört dazu.
Was ich unterwegs mitnehme
Ich bringe gerne Produkte zurück, die man zu Hause nicht so einfach bekommt: Käse aus dem Tal, gutes Olivenöl, frische Pasta, Zitronen. Sie landen garantiert irgendwann auf dem langen Tisch.
Hinweis: Passstrassen können saisonal gesperrt sein. Prüfe vor der Fahrt den aktuellen Strassenzustand und die Fahrpläne.
Titelbild: mit KI gestaltet.


